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Fußballmeisterschaft
   


EM 2008: Mitfavorit Italien

Mitfavorit auf den Gewinn des Titels

Die Squadra Azzurra, wie die italienische Fußballnationalmannschaft wegen ihrer traditionell blauen Trikots in ihrer Heimat stolz gerufen wird, ist in Italien mindestens genauso beliebt wie Pizza und Pasta – und im Laufe ihrer sportlichen Geschichte international mindestens ebenso erfolgreich.
Italien gewann nicht nur insgesamt viermal (1934, 1938, 1982, 2006) den Titel des Fußball-Weltmeisters und wurde zweimal Vize-Weltmeister in den Jahren 1970 und 1994, sondern konnte im Jahre 1968 zudem Fußball-Europameister und 1936 in Berlin Olympiasieger werden.
Nicht umsonst zählt der turnierstarke, amtierende Weltmeister zu den großen Favoriten der in der Schweiz und in Österreich ausgetragenen Fußball EM 2008 und möchte endlich zum zweiten Male Europameister werden. Ein Titel, der bei den vielen hervorragenden europäischen Mannschaften fast gleichzusetzen ist mit dem Gewinn einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Eine steinige Qualifikation

Der Weg zu den alpinen Austragungsorten der Fußball EM 2008 verlief allerdings während ihrer Qualifikationsspiele etwas holperig. Zwar konnten sie sich als Gruppensieger gegen die mehr oder weniger starken Mannschaften aus Frankreich, Schottland, Litauen, Ukraine, Georgien und den Färöer-Inseln durchsetzen, aber dennoch sah es anfänglich nach einem Scheitern aus. Litauen erkämpfte im ersten Gruppenspiel gegen eine schwache Squadra Azzurra ein beachtliches Unentschieden. Doch es kam noch schlimmer. Ausgerechnet gegen den WM-Finalgegner von 2006 verloren die Italiener 1:3 und mussten sich herbe Vorwürfe gefallen lassen. Diese Niederlage schien aber gleichzeitig auch ein Weckruf gewesen zu sein, denn es blieb die einzige Niederlage während dieser zwölf Qualifikationsspiele. Lediglich gegen Frankreich konnte sich das italienische Team erneut nicht durchsetzen und trennte sich vor heimischen Publikum mit einem torlosen Unentschieden von den Franzosen.
Aufgrund der Ausgeglichenheit der ersten drei Teams, Italien, Frankreich und Schottland, war es bis zum Schluss der Qualifikationsrunde eine Zitterpartie, ob Italien tatsächlich einen der ersten beiden Qualifikationsplätze für die EM 2008 erreichen würde. Letztendlich setzte sich Italien aber mit drei Punkten Vorsprung vor Frankreich durch und war somit bei der Auslosung gesetzt.

Italien in der Gruppe C der EM 2008

Allerdings bewahrte diese Tatsache den amtierenden Weltmeister nicht vor sehr schweren Gruppengegnern. In der Gruppe C treffen die Italiener erneut auf den Vize-Weltmeister Frankreich. Zudem befinden sich in der Gleichen Gruppe noch die spielstarken Rumänen und mit der Niederlande einer der Mitfavoriten auf den Turniersieg.

Die Spiele der italienischen Mannschaft finden am 9. Juni in Bern gegen die Niederlande und am 13. bzw. 17. Juni in Zürich gegen Rumänien und Frankreich statt.

Der Nachfolger des Weltmeister-Trainers: Roberto Donadoni

Garant für den jetzigen Erfolg des italienischen Nationalteams ist sicherlich der 43-jährige Trainer Roberto Donadoni, gleichzeitig auch Nachfolger des erfolgreichen Marcello Lippi, mit dem Italien 2006 in Deutschland Weltmeister wurde.

Der ehemalige, offensive Mittelfeldspieler des AC Milan trat sicherlich ein schweres Erbe an. Vor seinem Amtsantritt als Nationaltrainer war der ehemalige, 63-fache Nationalspieler nur als Vereinstrainer in der italienischen Liga tätig. Dort trainierte er den AC Lecco, den AS Livorno und Genua 1893. Viele Kritiker hielten ihn für zu unerfahren, um einen so verantwortungsvollen Posten übernehmen zu können. Und so waren seine anfänglichen Misserfolge zugleich auch Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker. In seinem ersten Spiel verlor Italien gegen Kroatien in einem Freundschaftsspiel.

Zudem verlief der Start der Qualifikationsrunde ebenso unrund. Allerdings schien das Team immer mehr Donadonis System zu verinnerlichen und wurde im Laufe der Zeit immer besser. Dennoch ist ein gutes Abschneiden bei der EM 2008 für Donadonis berufliche Laufbahn enorm wichtig. Gerüchten zufolge kann sein Vertrag bei einem schlechten Turnierverlauf kurzfristig gekündigt werden. Hoffnung geben ihm aber sicherlich die Ergebnisse der letzten Qualifikationsspiele und die Tatsache, dass sein Team auf die erfolgreichen Leistungsträger der vergangenen Weltmeisterschaft aufbauen kann, wovon sich einige Spieler in bestechender Form befinden.

Die Leistungsträger der Squadra Azzurra

Unumstritten im Team ist der Weltklassetorhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin. Er ist ein Garant für wenige Gegentore und rettete während der WM 2006 den Italiener so manchen Punkt. Gleiches gilt für den Chef der Abwehr, Fabio Cannavaro, und den Innenverteidiger Marco Materazzi. Beide gelten im Zentrum der Verteidigung als gesetzt. Der linke Außenverteidiger Gianluca Zambrotta ist ebenfalls eine feste Größe.

Das Mittelfeld wird von einem Milan-Block dominiert. Defensiv werden wohl Andrea Pirlo und Gennaro Gattuso auflaufen. Auch Massimo Ambrosini kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz machen und die Mailänder Achse komplettieren.

Das Prunkstück bildet der Sturm. Dort wird natürlich der momentane Torgarant des FC Bayern München, Luca Toni, für ständige Gefahr sorgen. Aber auch Fabio Quagliarella und Vincenzo Iaquinta könnten sich gegen die Alt-Stars Filippo Inzaghi und Alessandro Del Piero durchsetzen.

In jedem Fall wird Italien einer der großen Favoriten auf den Gewinn der EM 2008 sein. Vorausgesetzt, sie beginnen das Turnier nicht wieder so holperig wie ihre Qualifikationsspiele. Bei den starken Gruppengegnern könnte das Turnier sonst schneller vorbei sein als ihnen lieb ist.

Kader Italien zur EM 2008

Tor:
Marco Amelia (Livorno), Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Morgan de Sanctis (FC Sevilla)

Abwehr:
Andrea Barzagli (Palermo), Fabio Cannavaro (Real Madrid), Giorgio Chiellini (Juventus Turin), Fabio Grosso (Olympique Lyon), Marco Materazzi (Inter Mailand), Christian Panucci (AS Rom), Gianluca Zambrotta (FC Barcelona)

Mittelfeld:
Massimo Ambrosini (AC Mailand), Alberto Aquilani (AS Rom), Mauro Camoranesi (Juventus Turin), Daniele De Rossi (AS Rom), Gennaro Gattuso (AC Mailand), Simone Perrotta (AS Rom), Andrea Pirlo (AC Mailand)

Angriff:
Alessandro Del Piero (Juventus Turin), Antonio Di Natale (Udinese), Marco Borriello (FC Genua), Fabio Quagliarella (Sampdoria Genua), Luca Toni (Bayern München), Antonio Cassano (Sampdoria Genua)

Trainer: Roberto Donadoni



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