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EM 2008 - Griechenland: Kann der Titelverteidiger seinen Titel verteidigen?

Die griechische Fußball-Nationalmannschaft qualifizierte sich souverän für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Für den Titelverteidiger ist es die dritte Teilnahme an der Endrunde einer Europameisterschaft.

Mit zehn Siegen in zwölf Spielen setzte sich das Team aus Griechenland eindrucksvoll als Gruppenerster in der Qualifikationsgruppe C durch, in der sie auf die Türkei, Norwegen, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Ungarn und Malta trafen.
Keinem an der EM 2008 teilnehmenden Team gelangen in der EM-Qualifikation mehr Siege als den Griechen.
Das Team um Trainer Otto Rehhagel musste lediglich eine Niederlage gegen die Fußball-Nationalmannschaft der Türkei hinnehmen und belegt derzeit den zehnten Rang in der FIFA-Weltrangliste.

Bei der EM 2008 trifft das Team aus Griechenland in Gruppe D auf die Mannschaften aus Spanien, Russland und Schweden.
Das erste Vorrundenspiel der EM 08 bestreiten die Griechen am 10.06. gegen Schweden.
Am 14.06. trifft das Team auf Russland und das letzte Gruppenspiel findet am 18.06. gegen Spanien statt.
Austragungsort aller Vorrundenspiele der griechischen Nationalmannschaft ist Salzburg.

Der griechische Fußballdachverband wurde 1926 gegründet.
Große internationale Erfolge waren in der Anfangszeit nicht zu verzeichnen.
Im ersten Länderspiel am 07.04.1929 in Athen musste sich das griechische Nationalteam mit 1:4 geschlagen geben.
Gegner vor 15 000 Zuschauern war damals Italien.
Der erste nennenswerte internationale Erfolg des griechischen Fußballs war die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien.
Nach der Vorrunde war das Turnier für die Griechen allerdings beendet.
Mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen mussten die Fußballer aus Griechenland die Heimreise antreten.
1994 gelang die erste und bisher einzige Qualifikation für die Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft.
Das Abschneiden des griechischen Teams bei der WM 1994 in den USA war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
Die Griechen verloren alle Spiele der Vorrunde und belegten mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:10 den letzten Platz ihrer Vorrundengruppe.
Der bislang größte Erfolg in der Geschichte des griechischen Fußballs war der Gewinn der Europameisterschaft 2004.
Gegen das Team von Gastgeber Portugal gewannen die Griechen das Finale mit 1:0 Toren.
Umjubelter Schütze des entscheidenden Treffers war Angelos Charisteas,
der auch 2008 in den EM-Kader der Griechen berufen wurde.

Trainer der Nationalmannschaft und Initiator des Erfolges war Otto Rehhagel, der die Griechen auch bei der EM 2008 betreuen wird.
Nach dem überraschenden Titelgewinn bekam er den Spitznamen “Rehakles“ verliehen.
Rehhagel begann seine Trainerlaufbahn als Vereinstrainer in Deutschland.
Seine größten Erfolge als Vereinstrainer waren der Sieg im Europapokal der Pokalsieger 1992, der dreimalige Gewinn der Deutschen-Fußballmeisterschaft (1988, 1993, 1998) und der dreimalige Gewinn des DFB-Pokals (1980, 1991, 1994).
Seit August 2001 ist Rehhagel Trainer der Fußball-Nationalmannschaft aus Griechenland.
Der größte Erfolg seiner Amtszeit als Nationaltrainer war der spektakuläre und überraschende Gewinn der Europameisterschaft 2004.
Im selben Jahr wurde Rehhagel von der IFFHS als Weltnationaltrainer des Jahres ausgezeichnet.

Die Stärke des Teams aus Griechenland ist vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit.
Eine Sonderbehandlung für “Stars“ gibt es unter Rehhagel nicht, jeder Spieler hat sich unterzuordnen und in den Dienst der Mannschaft zu stellen.
Entscheidend wird sein, ob es den Spielern erneut gelingt, die taktische Marschroute des Trainers auf dem Platz umzusetzen.
Besonderen Wert legt Otto Rehhagel auf das Defensivverhalten seines Teams.
Zu den herausragenden Akteuren der griechischen Nationalmannschaft zählen die vier Bundesligaprofis Ioannis Amanatidis, Sotirios Kyrgiakos, Theofanis Gekas und
Angelos Charisteas.

Kader Griechenland zur EM 2008

Tor:
Antonios Nikopolidis (Olympiakos Piräus), Konstantinos Chalkias (Aris Thessaloniki FC), Alexandros Tzorvas (OFI Kreta)

Abwehr:
Giourkas Seitaridis (Atletico Madrid), Christos Patsatzoglou (Olympiakos Piräus), Nikos Spyropoulos (Panathinaikos Athen), Traianos Dellas (AEK Athen), Loukas Vintra (Panathinaikos Athen), Vassilios Torosidis (Olympiakos Piräus), Sotirios Kyrgiakos (Eintracht Frankfurt), Ioannis Goumas (Panathinaikos Athen), Paraskevas Antzas (Olympiakos Piräus)

Mittelfeld:
Angelos Basinas (RCD Mallorca), Stelios Giannakopoulos (Bolton Wanderers), Georgios Karagounis (Panathinaikos Athen), Konstantinos Katsouranis (Benfica Lissabon), Alexandros Tziolis (Panathinaikos Athen)

Angriff:
Georgios Samaras (Celtic Glasgow), Angelos Charisteas (1. FC Nürnberg), Dimitris Salpingidis (Panathinaikos Athen), Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt), Nikolaos Liberopoulos (AEK Athen)

Trainer: Otto Rehhagel



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