EM 2008 - Die Mannschaft aus Portugal
Portugal ist Teilnehmer der EM 2008 in Österreich und der Schweiz und gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Die Selecção spielt in der Gruppe A gegen Gastgeber Schweiz, Tschechien und der Türkei.
Die portugiesische Nationalmannschaft gehörte über Jahrzehnte hinweg zu den talentierten Teams, doch es gelang der Selecção noch nie ein Titelgewinn. 1966 erreichte Portugal immerhin den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in England. Damals wurde der legendäre Eusébio mit 9 Treffern Torschützenkönig. Der Portugiese wird in seinem Land als bedeutendster Spieler Portugals angesehen. Die größten Erfolge in der jüngeren Zeit verbuchte das Team mit dem zweiten Platz bei der Euro 2004 im eigenen Land und dem vierten Rang bei der WM 2006 in Deutschland.
Mit der “Goldenen Generation” rund um Luis Figo, Rui Costa und Paulo Sousa gewann die Juniorenauswahl 1991 den Weltmeistertitel gegen Brasilien. Es wurden viele Hoffnungen in diese Spieler gesetzt, die sie nie als Nationalmannschaft erfüllen konnten. Mit Luis Figo trat nach der WM 2006 der letzte Spieler der “Goldenen Generation” zurück.
Portugal qualifizierte sich für die EM 2008 mit dem zweiten Platz in der Gruppe A. Den ersten Rang belegte Polen. Weitere Gegner waren Serbien, Finnland, Belgien, Kasachstan, Armenien und Aserbaidschan. Es dauerte lange, bis die Qualifikation fest stand. Erst mit einem 0:0 Remis gegen Finnland am letzten Spieltag sicherten sich die Selecção die Teilnahme bei der Euro 2008.
Trainer Luiz Filipe Scolari will Portugal nun endlich zum ersten Titel führen. Seit 5 Jahren trainiert Scolari die Selecção, die sich seitdem konstant verbessert hat. Nach dem Vize-Europameistertitel und dem vierten Platz bei der WM zählt Portugal deshalb zu den Mitfavoriten.
Der größte Erfolg des ehemaligen brasilianischen Abwehrspielers war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2002 in Japan / Südkorea mit Brasilien. Obwohl Scolari die Brasilianer aus einer schlechten WM-Qualifikation zum Weltmeistertitel führte, wurde er heftig kritisiert. Das lag sicher aber auch an Scolaris offenen Art. Er legte das Amt als Nationalcoach von Brasilien schließlich nieder und begann Portugal zu trainieren.
Die Zeiten von Figo und Rui Costa sind vorbei - die neuen Stars heißen Cristiano Ronaldo und Deco. Doch Portugal hat noch weitere Talente im Kader. Überraschend ist der zuverlässige Mittelfeldspieler Maniche nicht ins Aufgebot berufen worden.
Die Abwehr ist mit Chelsea-Star Ricardo Carvalho und auch dem VFB Stuttgart Abwehrchef Fernando Meira gut besetzt. Das Mittelfeld bietet viele Talente, wie Quaresma, Costinha und Deco. Im Sturm werden der erfahrene Nuno Gomes, Helger Postiga und Werder Bremen Angreifer Hugo Almeida für Torgefahr sorgen. Die wichtigsten Spieler sind jedoch Deco und Cristiano Ronaldo.
Der eingebürgerte Brasilianer Deco ist im offensiven Mittelfeld gesetzt. Deco gehört zu den Lieblingen der Fans und debütierte 2003 in der Selecção. Mit dem FC Porto und seinem jetzigen Verein, dem FC Barcelona hat Deco bereits zweimal die Champions League, einmal den UEFA-Pokal sowie mehrmals die Primera Division bzw. die portugiesische Meisterschaft gewonnen.
Cristiano Ronaldo ist der Star des portugiesischen Fußballs. Mit acht Toren in der Qualifikation ruhen die Hoffnungen auf dem Außenstürmer von Manchester United. Ronaldo spielt mit seinen 23 Jahren bereits das dritte große Turnier nach der EM 2004 im eigenen Land und der WM in Deutschland.
Kader Portugal zur EM 2008
Tor:
Quim (Benfica Lissabon), Ricardo (Real Betis Sevilla), Rui Patricio (Sporting Lissabon)
Abwehr:
Bruno Alves (FC Porto), Bosingwa (FC Porto), Fernando Meira (VfB Stuttgart), Jorge Ribeiro (Boavista Porto), Pepe (Real Madrid), Miguel (FC Valencia), Paulo Ferreira (FC Chelsea London), Ricardo Carvalho (FC Chelsea London)
Mittelfeld:
Deco (FC Barcelona), Petit (Benfica Lissabon), Raul Meireles (FC Porto), João Moutinho (Sporting Lissabon), Miguel Veloso (Sporting Lissabon)
Sturm:
Cristiano Ronaldo (Manchester United), Nani (Manchester United), Hugo Almeida (Werder Bremen), Hélder Postiga (Panathinaikos Athen), Nuno Gomes (Benfica Lissabon), Ricardo Quaresma (FC Porto), Simão (Atlético Madrid)
Trainer: Luiz Felipe Scolari.













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