News und Infos zur Europameisterschaft 2008 - Einer der Gastgeber der EM 2008 - Österreich

Fußballmeisterschaft
   


Einer der Gastgeber der EM 2008 - Österreich

Die UEFA Fußball EM 2008 findet in Österreich und in der Schweiz vom 7. bis 29. Juni 2008 statt. Es ist bereits das zweite Mal, dass eine Europameisterschaft in zwei Ländern parallel ausgetragen wird. Bereits im Jahr 2000 war dies in Belgien und Holland der Fall.
Spielorte in Österreich werden Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Wien sein. Wien wird gleichzeitig Austragungsort des Finals am 29. Juni 2008 sein. Die Schweiz wird durch die Städte Bern, Basel, Genf und Zürich vertreten. Nach einer langen Qualifikation über eine Zeitspanne von knapp zwei Jahren haben sich die 16 besten Teams für die Endrunde qualifiziert.

Die Alpenrepublik Österreich ist als Gastgeber, ebenso wie das Team aus der Schweiz, automatisch für die Endrunde der Europameisterschaft qualifiziert und wird in der Gruppe B auf die Nachbarn aus Deutschland, dem Team aus Kroatien und Polen treffen. Besonders das ewige Duell mit dem deutschen Team wird auf beiden Seiten bereits jetzt mit Hochspannung erwartet. Beide Mannschaften haben sich immerhin schon historische Schlachten auf dem Spielfeld geliefert. Man denke hierbei beispielsweise nur an die für Deutschland schmachvolle Niederlage gegen das österreichische Team bei der Weltmeisterschaft 1978 in Cordoba.

Dieser unvergessene Sieg gegen die deutschen Nachbarn wird auch heutzutage noch von ehemaligen Spielern und den Fans als einer der größten Erfolge des Teams der Alpenrepublik gesehen. Darüber hinaus belegte das Team aus Österreich einen bis heute noch unerreichten dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz.

Nennenswerte internationale Titel konnte das Team um den renommierten Trainer Josef Hickersberger bisher jedoch nicht gewinnen.
Übrigens war dieser bereits vor 15 Jahren Trainer des Teams, musste aber nach der denkwürdigen 0:1 Niederlage in der EM Qualifikation 1990 gegen den Fußballzwerg der Fär-Öer-Inseln einen Tag nach diesem Spiel seinen Rücktritt erklären. So war sein Kredit bei den Medien und der Öffentlichkeit, trotz einer passablen WM 1990 in Italien, in der Österreich knapp am Erreichen des Achtelfinales scheiterte, aufgebraucht.

Der Trainer der österreichischen Nationalmannschaft wurde am 27. April 1948 in Niederösterreich geboren. Er war selbst als Nationalspieler für Österreich tätig und stand bei besagtem historischem Sieg der Österreicher gegen das deutsche Team bei der WM 1978 in Argentinien selbst auf dem Platz. Als Vereinstrainer konnte Hickersberger bei den Wiener Teams Austria und Rapid durch den Gewinn der Meisterschaft und des österreichischen Verbandspokals einige Lorbeeren ernten.

Bisher nahm das österreichische Team bereits an sieben Weltmeisterschaften teil, für die man sich alle qualifizieren musste. Kurioserweise stellt die EM 2008 jedoch erst die zweite Teilnahme an einer Europameisterschaft für das „Land der Berge, Land am Strome“ dar. Übrigens fand das erste Länderspiel des österreichischen Teams 1902 gegen Ungarn statt. Es endete 5:0 für das österreichische Team. Den höchsten Länderspielsieg konnte das Team 1977 mit einem 9:0 gegen Malta verbuchen, wohingegen das 1:11 gegen England als bisher höchste Niederlage in die Annalen eingegangen ist.

Bekannteste Spieler des endgültigen EM Kaders dürften die Legionäre Markus Weissenberger, der seine Brötchen lange Zeit beim deutschen Fußballverein Eintracht Frankfurt verdient hat und Markus Stranzl sein, der lange Zeit für den deutschen Club TSV 1860 München aktiv war. Über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt dürften jedoch ebenso Martin Hiden sowie Rene Aufhauser sein, die ihrerseits die beiden erfahrensten Spieler des österreichischen Teams darstellen. Beide kommen zusammen auf über 90 bisherige Länderspieleinsätze.

Insgesamt wird das Team von Experten als noch recht jung und unerfahren bezeichnet, dessen Potential sich wohl eher im Laufe der nächsten Jahre entfalten dürfte. Angestrebtes Ziel der Mannen um Josef Hickersberger ist jedoch das Erreichen der zweiten Runde im eigenen Land. Ein Platz unter den besten beiden in der Vorrundengruppe B müsste also mindestens erreicht werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich das junge Team gegen die vermeintlich harte Konkurrenz der Kroaten, Deutschland und Polen durchsetzen und die Runde der letzten Acht erreichen kann. Immerhin ist es für die Mannschaft aus Österreich seit der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich die erste Teilnahme an einem großen internationalen Turnier.

Der EM-Kader von Österreich:

Tor:
Alexander Manninger (AC Siena), Jürgen Macho (AEK Athen), Ramazan Özcan (TSG Hoffenheim)

Verteidigung:
Martin Stranzl (Spartak Moskau), Emanuel Pogatetz (FC Middlesbrough), Markus Katzer (SK Rapid Wien), György Garics (SSC Napoli), Sebastian Prödl (SK Sturm Graz), Ronald Gercaliu (FK Austria Wien), Martin Hiden (SK Austria Kärnten), Jürgen Patocka (SK Rapid Wien),

Mittelfeld:
Rene Aufhauser (Red Bull Salzburg), Christian Fuchs (SV Mattersburg), Martin Harnik (SV Werder Bremen), Andreas Ivanschitz (Panathinaikos Athen), Ümit Korkmaz (SK Rapid Wien), Christoph Leitgeb (Red Bull Salzburg), Jürgen Säumel (SK Sturm Graz), Joachim Standfest (FK Austria Wien), Ivica Vastic, (LASK)

Sturm:
Erwin Hoffer (SK Rapid Wien), Roman Kienast (Ham-Kam), Roland Linz (SC Braga),

Trainer der österreichischen Nationalelf: Josef Hickersberger.



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