News und Infos zur Europameisterschaft 2008 - Die Teams der EM 2008 - die Schweiz

Fußballmeisterschaft
   


Die Teams der EM 2008 - die Schweiz

Das sportliche Highlight des Jahres 2008 wird die Fußball Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich sein. Die 16 besten Teams Europas treffen sich nach einer zweijährigen Qualifikation, um den Kontinentalmeister zu ermitteln. Als Gastgeber ist das Team der Schweiz, genauso wie seine Nachbarn aus Österreich, bereits für die Endrunde der Europameisterschaft qualifiziert. Eine lange Qualifikationsphase gegen verschiedene Gegner ist der Mannschaft somit erspart geblieben. Allerdings empfinden viele Nationaltrainer eine solche Qualifikation als wertvolle Spielpraxis unter realen Wettbewerbsbedingungen für die einzelnen Spieler und die komplette Mannschaft. Das Team der Schweiz konnte sich somit “nur” in Freundschaftsspielen mit anderen Gegnern messen, was oftmals als „Muster ohne Wert“ einzustufen ist.

In der Vorrundengruppe A der Europameisterschaft werden die „Eidgenossen“ nun auf die Teams aus Portugal, Tschechien und der Türkei treffen. Das Spiel gegen die Türken verspricht ein Match voller Brisanz zu werden. Schließlich spielten sich einige unschöne Szenen in den Playoffspielen zur WM Qualifikation 2006 in Deutschland im Spiel der beiden Mannschaften ab. So mussten die Schweizer nach der geglückten Qualifikation im entscheidenden Match gegen die türkische Mannschaft unter Polizeischutz aus dem Stadion geführt werden. Man darf gespannt sein, wie das Schweizer Publikum die Mannschaft vom Bosporus daraufhin empfangen wird.

Im Übrigen hat das Land der Schweiz im Fußball nachwievor eine gewisse Pionierrolle inne. So waren die „Eidgenossen“ nach den Engländern das erste Land, in dem Fußball gespielt wurde. Das erste Länderspiel der Schweiz wurde 1905 gegen Frankreich mit 1:0 verloren. Als höchster Sieg steht nachwievor das 9:0 gegen Litauen aus dem Jahr 1924 in den Annalen. Als höchste Niederlagen sind zwei 0:9 Pleiten gegen England und Ungarn bekannt. Diese ereigneten sich jedoch bereits in den Jahren 1909 und 1911, verdienen also mittlerweile das Prädikat „verjährt“.
Bereits im Jahre 1860 wurde übrigens der erste Fußballclub in Lausanne gegründet, der möglicherweise der erste überhaupt in Kontinentaleuropa war.
Diesen Vorsprung konnten die Schweizer bisher jedoch niemals in große internationale Erfolge ummünzen. So nahm man bisher an acht Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften teil, ohne beachtenswerte Platzierungen zu erreichen. Zumeist mussten sich die Schweizer bereits nach der Vorrunde aus den Turnieren verabschieden.

Um dies zu ändern, hat die Schweiz mit Jakob Kuhn seit 2001 einen renommierten Trainer engagieren können, der aus dem kleinen Land die besten Fußballer zu einer Einheit geformt hat. Kuhn selber wurde am 12. Oktober 1943 in einem Stadtteil von Zürich geboren und verschrieb sich bereits früh dem Fußball. So spielte er insgesamt 15 Jahre lang bei seinem Heimatverein, dem FC Zürich und konnte mit diesem sechs Meisterschaften und fünf Pokalsiege erringen.

Als Trainer der Nationalmannschaft der Schweiz feierte Kuhn 2006 seinen größten Erfolg, als er die Schweizer Mannschaft bis in das Achtelfinale der Weltmeisterschaft führte.
Unter anderem dieser Verdienst brachte ihm 2006 den Titel „Trainer des Jahres“ in der Schweiz ein. Im Jahr 2007 wurde er gar zum „Schweizer des Jahres“ gewählt.

Bekannteste Spieler der Schweizer Mannschaft dürften die Profis Alexander Frei, der seine Brötchen inzwischen beim deutschen Fußballclub Borussia Dortmund verdient sowie Ludovic Magnin sein, der seines Zeichens für den ebenfalls deutschen Club VfB Stuttgart aktiv ist und im Jahr 2007 mit dem Verein die deutsche Meisterschaft feiern konnte. Über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt dürfte jedoch ebenso der erfahrene Torwart Pascal Zuberbühler sein, der durch sein kurzes Gastspiel als Keeper von Bayer Leverkusen auch den deutschen Fußballfans in Erinnerung geblieben sein dürfte.
Überraschenderweise verkündete der Trainer Jakob Kuhn bereits im Februar 2008 jedoch, dass nicht Zuberbühler, sondern der bisherige Ersatzmann Diego Benaglio das Tor der Schweizer Nationalmannschaft bei der EM 2008 hüten wird. Verwunderlich für viele Experten, denn mit zehn Länderspielen bis Mai 2008 konnte Benaglio noch nicht viel internationale Erfahrung sammeln. Doch Trainer Kuhn ist bereits früher durch mutige und zum Teil unpopuläre Maßnahmen aufgefallen. Hier sei an den Rauswurf aus dem Nationalteam des populären ehemaligen Schweizer Nationalspielers Ciriaco Sforza gedacht.

Insgesamt wird es laut Ansicht einiger Experten für die Schweiz schwer werden, in dieser starken Vorrundengruppe den Sprung in das Viertelfinale zu schaffen. Trotz des Heimvorteils gelten die Teams aus Portugal und der Türkei als klare Favoriten auf die beiden ersten Plätze. Doch gerade in dieser „Underdog“ Position kann natürlich gleichzeitig der große Vorteil für das Schweizer Nationalteam liegen. Wir dürfen auf das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2008 und damit den ersten Auftritt der Schweizer seit der WM 2006 gegen das Team aus Tschechien gespannt sein.

Kader der Schweiz zur EM 2008:

Tor:
Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Eldin Jakupovic (Grasshopper-Club), Pascal Züberbühler (Neuchâtel Xamax FC)

Abwehr:
Philipp Degen (BV Borussia Dortmund), Johan Djourou (Arsenal FC), Philippe Senderos (Arsenal FC), Stéphane Grichting (AJ Auxerre), Stephan Lichtsteiner (LOSC Lille Métropole), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Patrick Müller (Olympique Lyonnais), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt)

Mittelfeld:
Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen), Ricardo Cabanas (Grasshopper-Club), Gelson Fernandes (Manchester City FC), Daniel Gygax (FC Metz), Benjamin Huggel (FC Basel 1893), Gökhan Inler (Udinese Calcio), Hakan Yakin (BSC Young Boys), Johan Vonlanthen (FC Salzburg), Valon Behrami (S.S. Lazio)

Sturm:
Eren Derdiyok (FC Basel 1893), Marco Streller (FC Basel 1893), Alex Frei (BV Borussia Dortmund)

Trainer: Jakob Kuhn.



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