News und Infos zur Europameisterschaft 2008 - EM 2008 - Die Nationalmannschaft von Russland

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EM 2008 - Die Nationalmannschaft von Russland

Die Nationalmannschaft von Russland ist Teilnehmer der EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Das Team vom holländischen Trainer Guus Hiddink gilt als kleiner Geheimfavorit in der Gruppe D. Russland wird dort auf Spanien, Europameister Griechenland und Schweden treffen. Der zweite Tabellenplatz ist eine lösbare Aufgabe für die Russen. Vielleicht lassen sie sich auch durch den Sieg von Zenit St. Petersburg im UEFA-Cup beflügeln.

Die jüngere Geschichte der russischen Nationalmannschaft ist erfolglos. Zwar ist es den Russen gelungen, regelmäßig an den Turnieren teilzunehmen, aber nach der Vorrunde war Schluss. Die Glanzzeiten hatte das Team als UdSSR. Die sowjetische Nationalmannschaft gewann die erste Europameisterschaft im Jahre 1960 in Frankreich nach einem Sieg gegen Jugoslawien. Damals trug das Turnier noch den Namen »Europapokal der Nationen«. In der Folgezeit wurde die UdSSR dreimal Vizeeuropameister. 1964 unterlag das Team dem Europameister Spanien. Vier Jahre später mussten sie sich Italien geschlagen geben. Zum vierten Mal in Folge schaffte es die UdSSR 1972 ins Finale. Diesmal unterlag sie Deutschland. Der größte Erfolg bei einer Weltmeisterschaft war der 4. Platz 1966. Nach den starken 1960er Jahren wurde es bis 1988 ruhig um die sowjetische Fußballmannschaft. Erst 1988 gelang ihr der Sieg bei der Olympiade gegen Brasilien und der Einzug ins Finale der EM 1988 in Deutschland. Dort unterlag die Sowjetunion den Niederlanden.

Der Weg zur EM 2008 war für Russland spannend. Aus einem anfänglichen Vierkampf mit England, Kroatien und Israel wurde nach der sicheren Qualifikation Kroatiens zum Ende ein Zweikampf zwischen England und Russland. Es gelang den Russen, das letzte Qualifikationsspiel gegen England mit 2:1 zu gewinnen. Mit der 2:3 Niederlage Englands gegen Kroatien und dem 1:0 Sieg Russlands über Andorra war die Teilnahme zur Euro 2008 gesichert.

Maßgeblichen Erfolg an der Entwicklung der russischen Nationalmannschaft trägt ihr Trainer Guus Hiddink. Der Niederländer blickt auf eine eindrucksvolle Geschichte als Trainer zurück. Als Coach vom PSV Eindhoven, Fenerbahce Istanbul, dem FC Valencia, der holländischen Nationalmannschaft, Real Madrid, Betis Sevilla sowie den Nationalteams von Südkorea und Australien hat er sich international einen Namen gemacht. Seit 2006 trainiert er die russische Auswahl. Mit der Euro-Qualifikation ist er als Trainer zum fünften Mal bei einem der beiden großen Turniere mit dabei. Hiddink ist es immer wieder gelungen, »kleine« Mannschaften sehr erfolgreich zu machen. Mit dem vierten Platz von Südkorea bei der WM 2002 hat vorher niemand gerechnet. Hiddink setzt vor allem auf junge Spieler

Die meisten Spieler aus der russischen Auswahl arbeiten bei heimischen Vereinen. Viele im Kader stammen vom UEFA-Pokalsieger 2008 Zenit St. Petersburg. Den deutschen Fans dürfte der Nürnberger Ivan Saenko bekannt sein. Die Mannschaft ist der Star bei Russland. Vor allem das kompakte Mittelfeld steht auch in der Defensive gut. Russland hat in der EM-Qualifikation nur 7 Tore kassiert. Allenfalls den Stürmer Andrei Arshavin gilt als Starangreifer. Arshavin ist mit St. Petersburg Meister und UEFA-Pokal Sieger geworden.

Kader Russland zur EM 2008

Tor:
Igor Akinfejew (ZSKA Moskau), Wjatscheslaw Malafejew (Zenit St Petersburg), Wladimir Gabulow (Amkar Perm)

Abwehr:
Sergej Ignaschewitsch (ZSKA Moscow), Alexej Beresuzki(ZSKA Moskau), Wassili Beresuzki (ZSKA Moscow), Alexander Anjukow (Zenit St Petersburg), Denis Kolodin (Dynamo Moskau), Renat Janbajew (Lokomotive Moskau)

Mittelfeld:
Dinijar Biljaletdinow (Lokomotive Moskau), Juri Schirkow (ZSKA Moscow), Igor Semschow (Dynamo Moskau), Dmitri Torbinski (Lokomotive Moskau), Wladimir Bystrow (Spartak Moskau), Konstantin Zyrjanow (Zenit St Petersburg), Roman Schirokow (Zenit St. Petersburg), Sergej Semak (Rubin Kazan)

Angriff:
Andrej Arschawin (Zenit St Petersburg), Pawel Pogrebnijak (Zenit St Petersburg), Roman Pawljutschenko (Spartak Moskau), Dmitri Sytschew (Lokomotive Moskau), Roman Adamow (FK Moskau), Iwan Saenko (1. FC Nürnberg)

Trainer: Guus Hiddink



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