News und Infos zur Europameisterschaft 2008 - Josef Hickersberger - Nationaltrainer Österreich

Fußballmeisterschaft
   


Josef Hickersberger - Nationaltrainer Österreich

Josef Hickersberger wurde am 27. April 1948 in Amstetten in Niederösterreich geboren. Ein Jus-Studium brach er frühzeitig ab, um sich seiner Karriere als Profifußballer zu widmen.
Als ehemaliger österreichischer Fußball-Nationalspieler ist er heute Teamchef der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Er selbst lebt heute mit seiner Frau in Wien-Penzing, mit der er zwei mittlerweile erwachsene Kinder hat: Die Tochter Michaela ist Politikwissenschaftlerin, der Sohn Thomas spielte einige Jahre selbst in der österreichischen Bundesliga.

Karriere
Als Zwölfjähriger, im Jahr 1960, begann er seine Fußballkarriere beim SK Amstetten. Als torgefährlicher Mittelfeldspieler wurden schon kurze Zeit später höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam, so dass er bereits sechs Jahre später in die Nationalliga zu Austria Wien wechselte. Sein Beginn in dieser Mannschaft war unvergleichlich: Nach fünf Einsätzen erzielte er insgesamt bereits schon vier Tore. Sein Länderspieldebüt gab er am 1. Mai 1968 beim Spiel gegen Rumänien in der österreichischen Fußballnationalmannschaft.
Im Sommer 1972 wechselte Josef Hickersberger in die deutsche Bundesliga zu Kickers Offenbach. Hier absolvierte er als Mittelfeldspieler 118 Bundesligaspiele und erzielte insgesamt 29 Tore. Als die Offenbacher abstiegen wechselte Josef Hickersberger von 1976 bis 1978 zu Fortuna Düsseldorf. In diesen beiden Jahren absolvierte er weitere 59 Bundesligaspiele und schoss weitere fünf Tore.

Sein Karrierehöhepunkt war unbestritten die Weltmeisterschaft 1978, als Österreich den 7. Rang belegte und mit dem “Wunder von Cordoba” bezeichneten 3:2 Sieg über Deutschland erzielte.

Hickersberger kehrte anschließend nach Österreich zurück, wo er 1981 seine Karriere als Profifußballspieler beim SK Rapid Wien beendete.

1984 widmete er sich als Amateurspieler beim burgenländischen Verein UFC Pama wieder dem Fußball. Für eine halbe Saison wechselte er 1986 zum SV Forchtenstein, welchen er als Spielertrainer vom letzten Platz zu einem Mittelfeldplatz in der 2. burgenländischen Klasse führte.

1987 wurde Josef Hickersberger österreichischer Nationaltrainer und war bis dato jüngster österreichischer Nationaltrainer.
1990 erreichte Hickersberger die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft in Italien, wo jedoch der Aufstieg ins Achtelfinale scheiterte und Österreich ausschied.
1992 führte Hickersberger seine Mannschaft zur bevorstehenden Qualifikation für die Europameisterschaft, trat aber aufgrund der 0:1 Niederlage gegen die Faroer-Inseln und vehementer Kritik von Seiten der österreichischen Medien zurück.
Hickersberger wechselte anschließend zum Club Fortuna Düsseldorf und nahm dort die Aufgaben des Trainers wahr. Nach einer Misserfolgsserie mit sechs Niederlagen in Folge wurde er entlassen. Eine weitere Niederlage als Trainer von Austria Wien folgte, bei der er wiederum 1994 gekündigt wurde.
1995 kehrte Josef Hickersberger dem europäischen Fußball den Rücken und lebte einige Jahre im Mittleren Osten. Dort betreute er erfolgreich in Bahrain den Fußballverein von Al-Ahli und übernahm die Aufgaben des Trainers bei den arabischen Nationalmannschaften. Weitere erfolgreiche Karriereabschnitte als Trainer folgten in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten, bevor er im Mai 2002 nach Österreich zurückkehrte. Bei Rapid Wien begann er erfolgreich eine junge Mannschaft aufzubauen. Er qualifizierte diese Mannschaft für den nächstjährigen UEFA-Cup, bei dem die junge Mannschaft jedoch an Sporting Lissabon scheiterte. Den österreichischen Meistertitel gewann Rapid Wien 2004/2005 und konnte im Herbst 2005 bei der UEFA Champions League teilnehmen.
Josef Hickersberger wurde am 1. Januar 2006 zum zweiten Mal österreichischer Nationaltrainer und will nun die österreichische Nationalmannschaft zum Erfolg bei der diesjährigen Heim-Europameisterschaft führen.

Erfolge als Trainer in Zahlen:
1990 Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft in Italien
1994 Österreichischer Vizemeister, Austria Wien
1994 Österreichischer Pokalsieger, Austria Wien
1994 Österreichischer Supercup-Sieger, Austria Wien
1996 Bahrainischer Meister, Al-Ahli
1998 Ägyptisches Pokalfinale, Mekawleen, Kairo
2002 Katarischer Meister, Al-Etehad
2002 Katarischer Pokalsieger, Al-Etehad
2005 Österreichischer Meister, Rapid Wien

Josef Hickersberger erhielt zwei Auszeichnungen: 1981 als Mittelfeldspieler ins Team der Saison von der Kronen-Zeitung und als Betreuer zum Trainer der Saison 2004/2005 von der Kronen-Zeitung und vom Kurier.



Kommentar (1) zu “Josef Hickersberger - Nationaltrainer Österreich”

  1. Osmanaj schrieb:

    Lieber Herr Hicke!
    Heute bin ich mir sicher das auch Sie den gleichen Gedanken wie ich gehabt haben, nämlich: Paul SCHARNER !!!!!! & Sanel KULJIC
    Die hätten dieses Spiel gewiss entschieden!

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