Fussballmeisterschaft - News und Informationen zur Fussball-EM 2008

Fußballmeisterschaft
24.07.2014
   

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Die Fußball-WM 2006 wurde am 8. Juni mit einer großen Eröffnungsfeier in Berlin eröffnet.
In München wurde einen Tag später - am 9. Juni - das Eröffnungsspiel ausgetragen. Berlin war am 9. Juli Schauplatz des Finales.


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Rückblick auf die Fußball-WM 2006 - der Weg der deutschen Mannschaft


Deutschland, Sommer 2006, Fußball-Weltmeisterschaft: Die eher skeptische Stimmung, die aus den zumeist schwachen Leistungen der deutschen Mannschaft in den Vorbereitungsspielen resultierte, weicht schon ab der fünften Minute des ersten Spiels durch das Tor von Philip Lahm einer sich während der WM steigernden Euphorie im ganzen Land. Im Rückblick wird die Fußball-WM 2006 oft als Sommermärchen bezeichnet. Was die euphorische und ausgelassene Stimmung auf Deutschlands Straßen, in den Kneipen und beim Public Viewing angeht, trifft der Begriff auch absolut zu. In vielen Gärten und aus sehr vielen Autos flatterte die Nationalflagge, viele Wangen waren schwarz-rot-gold bemalt - ein ungewohnt lockerer und unbefangener Umgang mit dem Nationalsymbol. Die Deutschen waren den internationalen Fans ein guter Gastgeber und sorgten an vielen Orten für Partystimmung. Im Münchener Olympiastadion, am Kölner Rheinufer und auf der Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin zelebrierten Zehntausende die WM als großes Fest beim Public Viewing auf riesigen Leinwänden.


Bereits das Eröffnungsspiel startete die euphorische Stimmung: Lahm traf bereits in der fünften Minute mit einem Traumtor gegen Costa Rica. Die deutsche Mannschaft überraschte in diesem ersten Spiel mit einer sehr offensiven Dynamik und hohem Tempo. Das Spiel wurde so zu einem der torreichsten Eröffnungsspiele der WM-Geschichte. Da Michael Ballack verletzt war, übernahm Tim Borowski im Mittelfeld die Rolle als Spielmacher, Kapitän war der routinierte Bernd Schneider. Besonders der Stürmer Miroslav Klose zeigte eine überragende Leistung und den richtigen Torriecher, als er in der siebzehnten Minute zum 2:1 und in der zweiten Halbzeit zum 3:1 traf. Kritisch musste die Leistung der deutschen Abwehr in diesem Spiel gesehen werden, sie stand nicht sicher, verursachte zahlreiche Fehlpässe und kassierte zwei ärgerliche Gegentore. Im Zentrum der Kritik stand der Verteidiger Arne Friedrich, der auch das erste Gegentor durch grobe Fehler verursachte. Lahm bedankte sich nach dem Spiel bei den euphorischen Zuschauern, die der zwölfte Mann gewesen seien.


Das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft fand in Dortmund gegen Polen statt. Dieser als stark eingeschätzte Gegener stand nach seiner Niederlage gegen Ecuador unter großem Druck, da nur ein Sieg die Polen im Turnier halten würde. Die polnische Mannschaft kämpfte dann auch um jeden Ball und verteidigte gut gegen die deutschen Angreifer. Trotz der pfeilschnellen Vorstöße des wieder sehr starken Philip Lahms und der guten Vorlagen aus dem Mittelfeld gelang den Deutschen bis zur 90. Minute kein Tor. Es sah schon nach einem Remis aus, da rannte der turboschnelle Odonkor über den rechten Flügel nach vorn und bediente Neuville mit einer präzisen Flanke, so dass dieser den 1:0-Siegtreffer in der 91. Minute erzielen konnte. Bundestrainer Klinsmann hatte genau diese beiden Spieler zuvor eingewechselt und so ein goldenes Näschen bewiesen. Der Top-Motivator Klinsmann war auch erfreut, dass seine zuvor viel kritisierte Abwehr endlich eine gute Leistung gezeigt hatte.


Das dritte und letzte Gruppenspiel fand im Berliner Olympiastadion gegen Ecuador statt. Der Top-Torjäger Klose war es, der mit seinem frühen Tor in der vierten Minute die sich nach den ersten beiden Siegen überall im Lande ausbreitende Begeisterung für die deutsche Mannschaft weiter anheizte. Miroslav Klose zeigte sich in einer überragenden Verfassung, er kämpfte und arbeitete unentwegt und rannte jedem Ball nach. Es war auch Klose, der kurz vor der Pause einen weiteren Treffer erzielte. Klose feierte ihn mit einem akrobatischen Salto. Im Spiel gegen Ecuador traf auch Podolski endlich wieder nach vier torlosen Partien zum 3:0-Endstand. Mit diesem Sieg wurden die Deutschen Gruppensieger und erreichten so das von Klinsmann geforderte Ziel.


Im Achtelfinale gegen Schweden im neuen Münchener Stadion war der in der Vorrunde noch kritisierte Stürmer Lukas Podolski der spielentscheidende und überragende Spieler. In dieser Partie zeigte die deutsche Mannschaft von Beginn an, dass sie unbedingt gewinnen wollte. Bereits in der Anfangsphase spielten die deutschen Spieler zahlreiche Torchancen heraus und nach zwölf Minuten führte Deutschland 2:0. Beide Tore wurden von dem wie entfesselt spielenden Lukas Podolksi erzielt und von seinem Stürmerkollegen Klose vorbereitet. Die beiden Stürmer spielten hervorragend zusammen, sie verstanden sich "blind". Insgesamt zeigte sich die deutsche Nationalmannschaft von ihrer stärksten Seite, die schwedische Mannschaft dagegen fand überhaupt nicht ins Spiel und wirkte verunsichert und von den frühen Gegentoren geschockt. Die Schweden mussten nach der Niederlage die Heimreise antreten, während sich die Deutschen auf das Viertelfinale freuten.


Dieses Spiel fand im Berliner Olympiastadion gegen Argentinien statt. Der Held des Viertelfinals sollte diesmal nicht ein Stürmer, sondern der Nationaltorhüter Jens Lehmann sein. Viele Fans sprachen bei der Paarung Argentinien - Deutschland von einem vorgezogenen Endspiel. Das Spiel war dann auch nichts für schwache Nerven, denn in der ersten Halbzeit dominierte die argentinische Mannschaft. Dennoch war es Ballack, der die einzige große Torchance der ersten fünfundvierzig Minuten hatte. Kurz nach der Pause erzielte Ayala das 1:0 für Argentinien. Erst in der 80. Minute gelang Klose das erlösende 1:1. In der anschließenden Verlängerung kamen die Argentinier zwar zu einer guten Chance, doch es fiel kein Tor. Das Elfmeterschießen begann und die deutschen Schützen trafen sicher. Torwart Lehmann hielt die Elfer von Ayala und Cambiassos und war so der Held des Spiels und Deutschland im Halbfinale.


Im Halbfinale musste die deutsche Mannschaft nach Schweden und Argentinien erneut gegen ein Top-Team antreten: Italien, das die die Deutschen in einem Freundschaftsspiel vier Monate zuvor noch 4:1 überlegen geschlagen hatte. Doch die deutsche Mannschaft hatte durch die Erfolge der letzten Spiele alle Selbstzweifel abgelegt und volles Vertrauen in die eigene Stärke gewonnen, vor allem die vor Wochen noch schwache Abwehr hatte sich zu einem zusammenspielenden, starken Team entwickelt. Dennoch ging es mit Italien nun gegen eine Mannschaft, die aus ihren wenigen Chancen in den bisherigen WM-Spielen viele Tore gemacht hatte. Auch in diesem Spiel hatten die Italiener einige gefährliche Möglichkeiten, sie waren über die gesamte Spielzeit hinweg leicht überlegen. Einige Pfosten- und Lattentreffer verhinderten die frühe Führung der italienischen Mannschaft. Die Deutschen hielten gut mit, doch war kein Spieler in der Lage, die entscheidende Situation zu einem Tor einzuleiten. Den gefährlichen Italienern gelangen erst in den letzten zwei Minuten der Verlängerung die Siegtore durch Grosso und del Pierro. Deutschland erreichte durch die Niederlage gegen den späteren Weltmeister Italien "nur" das Spiel um Platz drei, dennoch waren die Euphorie und die Begeisterung im Land überragend - Deutschland war Weltmeister der Herzen.


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